Nachhaltiger Sarg: worauf es wirklich ankommt

Das Material ist nur die halbe Rechnung
Nachhaltigkeit wird beim Sarg meist über das Material diskutiert: heimisches Holz statt Tropenholz, Leim ohne Lösungsmittel, Lack ohne Schwermetalle. Das ist richtig und notwendig — nur greift es zu kurz.
Denn die Rechnung, die dabei aufgemacht wird, ist immer dieselbe: Ein Objekt wird hergestellt, transportiert, wenige Tage benutzt und dann zerstört. Ein besseres Material macht diese Rechnung etwas freundlicher. Es ändert nichts an ihrer Struktur.
Nachhaltigkeit entsteht durch Nutzungsdauer
Bei jedem anderen Möbelstück ist das selbstverständlich. Ein Stuhl, der zwanzig Jahre hält, ist nachhaltiger als drei Stühle, die je sieben Jahre halten — unabhängig vom Holz. Die Nutzungsdauer ist der Faktor, der am stärksten wiegt.
Beim Sarg wird diese Rechnung nie aufgemacht, weil die Nutzungsdauer als feststehend gilt: ein paar Tage. Genau diese Annahme stellt der Optimistic Coffin infrage. Als Bank, Truhe oder Sideboard steht er Jahre im Haus und ersetzt dabei ein Möbelstück, das sonst zusätzlich hergestellt worden wäre.

Zwei Objekte werden zu einem. Das ist der eigentliche ökologische Unterschied, und er ist größer als jede Materialentscheidung.





Woraus er besteht
Massives Fichtenholz, ein leichtes, helles Holz aus europäischen Wäldern. Die Oberfläche ist geölt oder deckend lasiert, innen liegt ein weißer Baumwollbezug mit passendem Kissen. Der Optimistic Coffin ist für Feuer- und Erdbestattung geeignet.
Ausgeliefert wird er ohne Griffe — ein Möbelstück braucht keine Sarggriffe. Vier ausziehbare Metallgriffe oder vier aus geöltem Pappelholz lassen sich später ergänzen.
Die Ausführungen im Einzelnen stehen unter Särge, der Gedanke dahinter unter Sargmöbel.

Fragen zu Material und Herkunft?
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